Avantgarde Männersache?

23.03.2006
ISBN: 978-3-89129-595-3
255 S., Paperback
EUR 25,00
Lieferbar

Maren Godzik

Avantgarde Männersache?

Künstlerinnen im Japan der 50er und 60er Jahre des 20. Jahrhunderts

„Avantgarde ist Männersache“ war 1938 der Kommentar eines Künstlerkollegen zu einer Arbeit von Katsura Yuki. Er sprach ihr und anderen Künstlerinnen die Berechtigung ab, in neue Bereiche vorzudringen. Trotzdem leisteten Künstlerinnen nach dem Zweiten Weltkrieg einen wichtigen Beitrag zur japanischen Avantgarde, wenn sie auch meist im Schatten männlicher Künstler standen. Sie brachten Kunstwerke hervor, die auch heute noch Beachtung verdienen. Diese Arbeit behandelt die Frage, wie es Künstlerinnen in den 50er und 60er Jahren, in einer Phase des Umbruchs, gelang, sich in der Kunstszene zu etablieren, auf welche Hindernisse sie stiessen und wie ihre Werke von der Kunstkritik aufgenommen wurden. Zunächst wird dem Kunst- und Künstlerbegriff in Japan und der Etablierung von künstlerischen Institutionen in der Meiji-Zeit und deren Weiterentwicklung nachgegangen, denn sie spielten eine entscheidende Rolle dafür, welche Position Künstlerinnen in der Kunst einzunehmen vermochten. Ihre künstlerische Tätigkeit und ihre Rezeption sind in ihrer Entwicklung nicht zu trennen von der jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Situation, die ihrerseits auf das Leben der Künstlerinnen einwirkte. Wenn auch die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg Veränderungen und Chancen mit sich brachte, verstiessen besonders ambitionierte Künstlerinnen gegen Konventionen und Erwartungen, und zwar nicht nur in ihrem persönlichen Umfeld, sondern vor allem auch im Kunstbetrieb.


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