Der Informationsaufbau in Erzählungen

25.04.2008
ISBN: 978-3-89129-865-7
298 S., kartoniert
EUR 32,00
Lieferbar

Naoko Tomita

Der Informationsaufbau in Erzählungen

Eine sprachvergleichende Untersuchung des Japanischen, des Deutschen und des Englischen zum Einfluss von einzelsprachlichen Systemeigenschaften auf die makrostrukturelle Planung

aus der Reihe Schriftenreihe des Instituts für Deutsch als Fremdsprachenphilologie, Bd. 5


Das Verhältnis zwischen Sprache und Denken ist seit einigen Jahren erneut Gegenstand sprachtheoretischer und psychologischer Betrachtungen geworden. Neue empirische Methoden bilden die Grundlage für eine fundierte Diskussion der alten Frage nach dem Zusammenhang zwischen Denkstrukturen und Einzelsprache. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Einfluss von einzelsprachlichen Strukturen auf das thinking for speaking – Denken zum Zweck des Sprechens – bei der Textproduktion. Folgende Arbeitshypothese bildet den Ausgangspunkt: Einzelsprachliche System-eigenschaften steuern Informationsauswahl und Perspektivenwahl nicht nur auf der Ebene der einzelnen Äußerung; auch die makrostrukturelle Planung eines Textes wird durch einzelsprachliche Systemeigenschaften mit gesteuert. Im Vordergrund der Betrachtungen steht dabei die unterschiedliche Ausprägung zeitlicher konzeptueller Kategorien und deren Grammatikalisierung in den Einzelsprachen. Die Untersuchung wird in zwei Schritten durchgeführt: Zunächst werden die einzelsprachlichen semantischen und funktionalen Eigenschaften von Ausdrucksmitteln für temporale Konzepte wie Aspekt, Tempus und Aktionsart in den typologisch unterschiedlichen Sprachen Deutsch, Japanisch und Englisch anhand eines einheitlichen theoretischen Rahmens herausgearbeitet. Auf dieser Grundlage werden dann die Informationsstrukturen in Film- und Bilderbuchnacherzählungen in den drei Sprachen analysiert und verglichen. Dies ergibt ein klares Bild: die Sprecher der unterschiedlichen Sprachen folgen in der Textplanung sprachspezifischen Strategien der Informationsorganisation. Diese lassen sich mit den jeweiligen Grammatikalisierungsmustern begrifflicher Kategorien korrelieren. Das Buch gibt nicht nur Linguisten, sondern auch allen typologisch und japanologisch Interessierten eine anschauliche zeitsemantische Beschreibung von Tempus und Aspekt in dieser Sprache sowie eine empirisch fundierte Auskunft darüber, wie Tempus und Aspekt eingesetzt werden, um eine zeitlich kohärente Erzählung zu produzieren.

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