Die Vertriebenen vor der Vertreibung

1999
ISBN: 978-3-89129-046-0
, gebunden
EUR 118,00
Lieferbar

Walter Ziegler, Hermann J. Busley, Rudolf Endres, Otto Kimminich, Jörg Maier, Klaus D. Wolff (Hrsg.)

Die Vertriebenen vor der Vertreibung

Die Heimatländer der deutschen Vertriebenen im 19. und 20. Jahrhundert: Strukturen, Entwicklungen, Erfahrungen (Teil I und Teil II)

aus der Reihe Die Entwicklung Bayerns durch die Integration der Vertriebenen und Flüchtlinge


Während die Vertriebenen und Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten und aus Osteuropa nach dem Zweiten Weltkrieg einer gemeinsamen Zukunft entgegengingen, waren die Voraussetzungen dafür, ihre Prägung durch Herkunft und Tradition, so unterschiedlich wie nur denkbar: Schlesier, die im Deutschen Reich gelebt hatten, Sudetendeutsche in der Tschechoslowakei, Banater Schwaben in Jugoslawien und Rumänien, Deutsche in den baltischen Ländern und in Rußland beispielsweise hatten in der Vergangenheit nichts miteinander zu tun - erst das Schicksal machte sie zu einer fiktiven Einheit von "Vertriebenen". Obwohl die Verschiedenheit solcher Traditionen vor der Vertreibung das Fundament aller Integration nach 1945 bilden mußte, ist diese grundlegende Tatsache bisher von der Forschung kaum ins Auge gefaßt worden, fehlt eine vergleichende Darstellung der Geschichte der vertriebenen Deutschen vor ihrer Vertreibung. Vorliegendes Werk, als Sachdokumentation für alle Herkunftsgebiete erarbeitet und damit alle Vertriebenengruppen erfassend, ganz gleich in welche Teile Deutschlands sie später integriert wurden, stellt jeweils die wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen im 19. und 20. Jahrhundert in jenen Staaten dar, aus denen Deutsche vertrieben wurden: der Ostgebiete des Deutschen Reiches, der Staaten Polen, Tschechoslowakei, Rumänien, Jugoslawien, Ungarn, der baltischen Länder und der Sowjetunion. Politische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklungen sind gleichermaßen behandelt, ja die letztgenannten, weil für die mentale Prägung grundlegend, besonders eingehend dargestellt. Jedem Herkunftsgebiet ist mindestens eine Übersichtskarte beigegeben. So bietet die Dokumentation sowohl ein Nachschlagewerk für Fakten wie eine Möglichkeit eindringender Vergleiche. Die Vertriebenen und ihre Nachkommen selbst werden nicht nur viele Erinnerungen an ihre alte Heimat darin finden können, sondern vor allem Erkenntnisse für die bis zum Zweiten Weltkrieg vorhandene geschichtliche Symbiose der Deutschen mit den nichtdeutschen Völkern in Europa.

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