Drahtseilakte

20.11.2015
ISBN: 978-3-86205-254-7
293 S., kartoniert
EUR 32,00
Lieferbar

Kenzaburō Ōe, Irmela Hijiya-Kirschnereit, Christoph Held

Drahtseilakte

Der junge Kenzaburō Ōe

aus der Reihe Iaponia Insula, Studien zu Kultur und Gesellschaft Japans, Bd. 30


Die frühen Texte von Kenzaburō Ōe kreisen um das Problem auseinanderfallender Identitäten im Kontext der Krise des japanischen Subjekts nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie können als Dokumente der Ambivalenz ihrer Zeit gelesen werden, die nicht nur die Krise des modernen Subjekts bewirkt, sondern auch kritische Subjektivität, und damit engagierte Literatur, erst ermöglicht. Der Band enthält den Originaltext sowie die Erstübersetzung eines bisher nur vom Hörensagen bekannten skandalisierten Frühwerks des japanischen Nobelpreisträgers aus dem Jahr 1961, Seiji shōnen shisu – Tod eines politischen Jungen in der von Irmela Hijiya-Kirschnereit bearbeiteten Übersetzung von Anton Wolf. In einem Essay zum Text, der die Radikalisierung eines jungen Mannes „vom Onanisten zum Terroristen“ (Ōe) nachzeichnet und der mit der Ermordung eines Politikers und dem Selbstmord des Täters in der Haft ein aktuelles Ereignis aufgreift, wird gefragt: Was war das eigentliche Ärgernis des Textes? Wie wird das Verhältnis von Realität und Fiktion gestaltet? Was verbindet den Text mit anderen zeitgenössischen Erzählwerken? Was macht seine literarische Qualität aus? Und was bezweckte der Autor selbst mit dem Text und seinen ambigen Botschaften? Kenzaburō Ōes von ihm selbst so genannte „Drahtseilakte“ geben Einblick in eine politisch und intellektuell brodelnde Zeit. Wir schauen in eine nahe Vergangenheit, in der die Literatur noch im Zentrum des geistigen und kulturellen Lebens stand und die öffentlichen Debatten entscheidend mitgestaltete.

VORWORT Irmela Hijiya-Kirschnereit TEIL I IDENTITÄT UND KRISE – DIE FRÜHE PROSA DES ŌE KENZABURŌ Christoph Held 1. Einleitung 2. Mythische Natur versus ideologische Geschichte: Die historische Initiation als Krisenerfahrung in „Shiiku“ (1958) 3. Krise ohne Ausweg: Die ‚absurden‘ Mauern der Realität in „Me mushiri ko uchi“ (1958) 4. Das japanische Subjekt und die Krisensymptome der Nachkriegszeit in „Miru mae ni tobe“ (1958) 5. Zusammenfassung und Schlussbemerkungen TEIL II ARCHÄOLOGIE EINES LITERARISCHEN SKANDALS „SEIJI SHŌNEN SHISU“ – TOD EINES POLITISCHEN JUNGEN Irmela Hijiya-Kirschnereit 1. Historie und Hintergrund 2. „Seventeen“ 3. Die Übersetzung 4. „Tod eines politischen Jungen“ – Vorläufige Betrachtungen 5. Fakten, Erfindung und das Literarische 6. Das Sexuelle und das Politische 7. Noch einmal: Ambivalenzen, Ambiguitäten und der Kontext 8. Offene Fragen TOD EINES POLITISCHEN JUNGEN Aus dem Japanischen von Anton Wolf überarbeitet von Irmela Hijiya-Kirschnereit Originaltext: 政治少年死す セヴンティーン第二部・完 大江健三郞


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