Heterogenes Schreiben: Positionen der deutschsprachigen jüdischen Literatur (1986-1998)

03.2001
ISBN: 978-3-89129-469-7
230 S., kartoniert
EUR 24,00
Lieferbar

Barbara Oberwalleney
Günter Häntzschel, Erich Kleinschmidt (Hrsg.)

Heterogenes Schreiben: Positionen der deutschsprachigen jüdischen Literatur (1986-1998)

aus der Reihe Cursus, Texte und Studien zur deutschen Literatur, Bd. 19


Gegenstand der vorliegenden Untersuchung ist zwischen 1986 und 1998 erschienene Literatur, die aus der Perspektive der jüdischen Generation, die nach der Shoah geboren wurde, jüdische Existenz in Deutschland bzw. Österreich heute thematisiert. Da sich die Autoren in Herkunft, jüdischer Traditionsverbundenheit und Religiosität zum Teil signifikant voneinander unterscheiden, führt die Sichtung ihres Schreibens zu einem heterogenen Bild in weltanschaulicher, inhaltlicher und stilistisch-ästhetischer Hinsicht. Dennoch lassen sich Konstanten erkennen, die Autoren miteinander verbinden, die sonst wenig gemeinsam haben. aus dem Inhalt: 1. EINLEITUNG 2. FORSCHUNGSÜBERLICK 3. DAS JÜDISCHE INDIVIDUUM: 3.1. Selbstbefragung: Leben mit konträrer und gebrochener Identität 3.2. Geschichtsbewußtsein: Fixpunkt jüdischer Identität 3.3. Religion: Polarität zwischen säkularisierten und gläubigen Lebensmustern 3.4. Sexualität: Projektionsfläche sozialer Zustände und psychologischer Konstellationen 4. DAS JÜDISCHE UMFELD: 4.1. Familiäre Konflikte: Identifikation oder Abgrenzung 4.2. Gesellschaftliche Konflikte: Internationale Kritik am deutschen Judentum und die Individuation der Jungen 5. JUDEN IN DER GESELLSCHAFT: 5.1. Jüdisches Leben in Deutschland und Österreich: Kritischer Dissens aus dem Gefühl der Distanz 5.2. Kommunikation zwischen Juden und Nichtjuden: Belastende und belastete Sprache 5.3. Antisemitische Kontinuität: Erscheinungsformen des Judenhasses als Teil der Lebensrealität 5.4. Die Shoah und die (Spät-)Folgen: Zwischen Traumatisierung und Selbststilisierung 5.5. Israel als potentieller Ausweg: Option oder Illusion 6. ÄSTHETISCHE POSITIONEN: 6.1. Erfahrung und Erfindung: Autobiographisches versus fiktionalisiertes Schreiben 6.2. Wahrhaftiges und Wundersames: Realistische versus phantastische Elemente 6.3. Vermitteln und Verweigern: Didaktischer Ansatz versus hermetische Position 6.4. Vertraut und Verfremdet: Identifizierung versus Distanzierung 6.5. Pragmatik und Problembewußtsein: Deutsch als Sprache der Vermittlung versus Mördersprache 7. EXKURS: Vergleich: Junge jüdische Literatur in den Niederlanden und im deutschsprachigen Raum


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