Kagawa Toyohiko (1888-1960)

1994
ISBN: 978-3-89129-297-6
284 S., kartoniert
EUR 30,00
Lieferbar

Karl H. Schell

Kagawa Toyohiko (1888-1960)

Sein soziales und politisches Wirken

Im deutschsprachigen Raum ist, anders als in Japan oder in den USA, eine gründliche Beschäftigung mit Leben und Werk des Sozialreformers und Theologen Kagawa Toyohiko bisher weitgehend ausgeblieben. Dieses Buch stellt Kagawas soziales und politisches Wirken zum ersten Mal für das deutschsprachige Publikum dar - eingebettet in seinen missionsgeschichtlichen, kulturellen und biographischen Kontext. Die Studie, die grundsätzlich zuerst auf die einschlägigen japanischsprachigen Quellen Bezug nimmt, darf als maßgebender deutschsprachiger Beitrag zur internationalen Kagawa-Diskussion gelten. Deutlich wird vor allem, daß Kagawa - für den jede Theologie nur dann Sinn machte, wenn sie in Taten umgesetzt wurde - in keine eindeutig bestimmbare theologische Richtung paßte. Der Autor arbeitet heraus, daß Kagawa aufgrund der historischen Umstände zwischen einer von ihm gewünschten offenen und der real existierenden Kirche seinen theologischen und politischen Weg zu suchen hatte. Wenn die westliche Kirche, die immer noch unter der Spaltung von Beten und Tun zu leiden scheint, von Kagawa lernen möchte, dann sollte sie ihn und sein Wirken im Rahmen der "Einheit der Kirche im interkulturellen Dialog" rezipieren. Diese Spaltung zu überwinden und Partei zu ergreifen für die Benachteiligten - das ließe sich von Kagawa lernen. Sein Verhalten und auch das der japanischen Kirche nach 1945 kann den Christen im "Westen" Mut machen, sich als "ecclesia semper reformanda" zu verstehen. Das hieße: die Augen nicht zu verschließen vor den Problemen der Zeit, sondern sich mitten in sie hineinzubegeben. ". eine vorzügliche Biographie." (Thomas Immoos, "OAG-Nachrichten")


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