Kontrastive Studien zur Beschreibung des Japanischen und des Deutschen

1999
ISBN: 978-3-89129-438-3
331 S., kartoniert
EUR 59,00
Lieferbar

Haruo Nitta, Minoru Shigeto, Götz Wienold (Hrsg.)

Kontrastive Studien zur Beschreibung des Japanischen und des Deutschen


Die kontrastive Erforschung des Deutschen und des Japanischen tat in Japan ihren ersten Schritt, als 1971 auf Vorschlag von Takashi Sengoku sich japanische und deutsche Sprachwissenschaftler in Yoshino (Nara) zusammenfanden und über ihre Arbeiten zum Vergleich der deutschen und der japanischen Sprache vortrugen. Angeregt durch diese Tagung haben sich an japanischen Universitäten Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit der kontrastiven Erforschung des Deutschen und des Japanischen intensiv und systematisch beschäftigten. Die kontrastive Forschung hat auch auf den Deutschunterricht in Japan und deutsch-japanische Wörterbücher eingewirkt, wodurch die Beschreibungen in den Lehrbüchern und in den deutsch- japanischen Wörterbüchern sehr verbessert wurden. Inzwischen scheint aber die kontrastive Forschung einer Wende entgegenzugehen, da die allgemeine Linguistik neue Forschungsbereiche wie kognitive Semantik, Sprachtypologie, Pragmatik, Textlinguistik oder Soziolinguistik erschlossen hat. Bei der kontrastiven Forschung kommt es wie bei jeder Sprachbeschreibung und Sprachvergleichung auf das Modell an, mit dem man Sprachen kontrastierend beschreibt. Neben herkömmlich strukturalistischen, mathematisch-logischen oder generativ-formalen Methoden sind in jüngerer Zeit verstärkt pragmatische und kognitive Seiten der Sprache auch in der kontrastiven Linguistik behandelt worden. Diesen Trend wird man auch am vorliegenden Band wahrnehmen können. Er wurde Prof. Sengoku anläßlich seines 70. Geburtstags gewidmet. Sengoku, T.: Die Modalverben [Y]OO und MAI im Japanischen und WERDEN im Deutschen - Zur Kategorie Person in der Verbsyntax Ikegami, Y.: The Path and the Goal. On the Function of the NP Marked by the Postposition "o" Complementing the Verb of Motion and of Action in Japanese Kishitani, S.: BEZUGNEHMEN und PRÄDIZIEREN. Überlegungen zu einigen pragma- und semantosyntakischen Erscheinungen, die Japanisch und Mittelhochdeutsch einander ähnlicher erscheinen lassen im Kontrast zur neuhochdeutschen Schriftsprache Kuroda, S.: Zum >Subjekt< im Japanischen und im Deutschen Seino, T.: Transitive Sätze mit einem unbelebten Subjekt im Deutschen Harweg, R.: Identitätsvergleiche im Deutschen und im Japanischen Ballweg, J.: Welche Kategorie hat solch? Eine synchron-diachrone Studie Gross, T. M.: Aspekte und Probleme in der kontrastiven Valenzbeschreibung deutscher und japanischerAdjektive Zaima, S.: Satzsemantik vs. Valenztheorie - Erforschung des Regelsystems der Satzbildung Nitta, H.: Sprecherstandpunkt und Sprechereinstellung - yaru/kureru im Japanischen und deutscheDative Shigeto, M.: Fortbewegungsverben im Grundwortschatz des Deutschen und des Japanischen Wienold, G.: Konzepte der Art und Weise und deutsche Bewegungsverben. Mit einem typologischen Vergleich zum Japanischen Sohmiya, Y.: Lexeme für "etwas zu sich nehmen" im Deutschen und Japanischen Shimizu, M.: Zum Wortfeld der Modalverben im Deutschen Mori, Y.: Aspektklassifikation, (In-)Homogenität und Zählbarkeit Miyajima, T.: Loanwords in Japanese and German Narrog, H.: Morphologisch-typologische Überlegungen zum Japanischen im Vergleich zumDeutschenund Chinesischen Koda, K.: Illokution und Modalität in deutschen und japanischen Briefen - eine computerunterstützte Analyse Kawashima, A.: Minimaldialoge als illokutive Interaktionen - im Hinblick auf Modalpartikeln im Deutschen und auf Finalpartikeln im Japanischen Yoshijima, S.: Unterschiedliche Sprachsozialisation - unterschiedliches Sprachverhalten. Ein Vergleich zwischen Deutschland und Japan Kawasaki, Y.: Zu Ansätzen der Dialektologie in Deutschland aus japanischer Sicht - am Beispiel des Lautwandels


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