Was vom Japaner übrig blieb

23.01.2013
ISBN: 978-3-86205-916-4
, Digitalprodukt / E-Book
EUR 19,99
Lieferbar

Irmela Hijiya-Kirschnereit

Was vom Japaner übrig blieb

Transkultur – Übersetzung – Selbstbehauptung. Essays

aus der Reihe Iaponia Insula, Bd. 26


Im 21. Jahrhundert ist Japan immer noch – oder erst recht – ein Prüfstein für unseren Umgang mit dem (nicht mehr so ganz) Fremden. Doch selbst wenn wir noch so eifrig suchten, das absolut Fremde ist im Zeitalter globaler Interdependenz ohnehin nicht mehr zu finden. Als moderne bzw. postmoderne Industrienation gehört das Land ohne Frage zu den Regionen, in denen wir uns auf Anhieb zurechtzufinden scheinen. Seine Massenkultur, seine Moden und Marotten reichen mittlerweile bis in unsere Breiten. Doch nicht alles ist selbstverständlich, nicht alles übersetzbar. Was geht beim Übersetzen verloren? Was wird gewonnen? Die vorliegenden Essays erschließen einen transkulturellen Raum immer dichter werdender Verflechtungen zwischen Ostasien und Ameroeuropa. Dabei entpuppt sich Japan als vielfach verspiegelte Fremde, aus der uns Eigenes in multipler Brechung entgegentritt. Die zu unterschiedlichen Anlässen entstandenen Essays sind als gleichsam transjapanologische Beiträge zu lesen – sie wollen unterhalten, Einsichten vermitteln und zu Fragen nach den Möglichkeiten und Grenzen kulturellen Übersetzens und der Universalisierbarkeit der Kategorien anregen.


„Der japanische Sammler“ – Eine Einführung I. Übersetzung, Über-Setzung Von der Übersetzbarkeit japanischer Literatur · Warum Haiku? Zum unterschiedlichen Verständnis der Haiku-Dichtung in Japan und im Westen · Was heißt „japanische Literatur“ und wer liest sie eigentlich? Eine vorläufige Bilanz zu einem beherzten Versuch · T-Shirt-Texte und andere Inschriften II. Literatur – transkulturell Erzählte Erfahrung und literarischer Markt · Ein Traum von Fernstenliebe? Der literarische Verkehr zwischen Deutschland und Japan · Helldunkle Horizonte: Narrative Ausgriffe auf Berlin in der japanischen Belletristik · Lost in Translation oder: Was vom Japaner übrig blieb – Kulturkontakte, Übersetzungsprozesse und transkulturelle Perspektiven III. Ästhetik und Nation Die Ästhetik literarischer Landschaftsdarstellung: Zum Beispiel Weltuntergangsszenerien bei Mishima Yukio · Der patriotische Gaumen – Kulinarik und nationale Selbstbehauptung in Japan · Die vergessene Erinnerung – Nationale Identifikationsangebote in Kunst, Werbung und Straßenmode im Japan der Gegenwart · Schönheit und nationale Identität – Eine Skizze IV. Japan in Asien „Kriegsschuld, Nachkriegsschuld“: Vergangenheitsbewältigung in Japan · ,Nanking‘ in der japanischen Literatur · Polaritäten, Obsessionen und das „Projekt Ostasien“: Die Globalisierung und ihre Vorgeschichte in Japan



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