Wortdesign

06.2001
ISBN: 978-3-89129-726-1
254 S., kartoniert
EUR 29,00
Lieferbar

Oliver Herwig

Wortdesign

Eugen Gomringer und die bildende Kunst

"Die kulturelle Welt, soweit sie sich mit Literatur und Kunst befasst, ist geradezu extrem zweigeteilt. Der grösste Teil wird von denjenigen besetzt, die Kreis, Dreieck und Quadrat - um die Reihenfolge des Zen-Meisters Sengai einzuhalten - als zwar vorhandene, jedoch nebensächliche geometrische Mittel und Formen betrachten. Damit ist dem kleineren Teil der Zutritt zur Führungsebene der allgemeinen Sinn-Kultur verwehrt. Denn dieser kleinere Teil lebt nun mal mit diesen Zeichen, geht von ihnen aus und kehrt, oft beladen mit neuen Erfahrungen, zu ihnen zurück - so wie der Hirte im Zen-Manuale seinen Ochsen sucht und findet und erleuchtet Einzug hält in seine Gemeinschaft. So war das einmal am Anfang aller kulturellen Erleuchtungen: der Geometrismus als Frühlicht der Semiotik. Oder wie Sokrates sagte: Quadrat und Kreis sind an sich schön. Aber das gilt bei denen, die Kultur besetzt halten, wenig. Sie schauen sich nur verdutzt um, wenn Naturwissenschaften mehr und mehr ins Feuilleton drängen. [.]" (Aus dem Geleitwort von Eugen Gomringer zum vorliegenden Buch) I. LITERATUR UND KUNST IM DIALOG Auslöser Fragestellung und Methode Rezeption und Forschungslage Modellanalysen Grundzüge der Konkreten Poesie Ästhetische Grenzüberschreitung, Inspiration und Analogiebildung II. UNIVERSALE GESTALTUNG Grundzüge einer Theorie der Konkreten Kunst Konvergenzlinien von Konkreter Kunst und Poesie III. Koproduktion Der Kunstsammler und Kunstkritiker Gomringer Der entfaltete Dialog Strukturanalogien zu Antonio Calderara: >Situation in GelbRote VibrationRaumkonzeptewer fünfmal würfeltDistanzsignale4 Akkordeein würfel wird zerlegt< Zusammenfassung IV. SYNTHESE UND AUSBLICK Text in der bildenden Kunst Grenzfälle des Dialogs: Visuelle Poesie und typographische Kunst V. BIBLIOGRAPHIE


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